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O Morro (Der Hügel)
Filmprogramm

6. August 2008 - 20. August 2008

Brasilianische Favelas im Film

“O Morro (Der Hügel)” ist ein wöchentliches Filmprogramm im Hof des Künstlerhaus Stuttgart. Die Filme zeigen die als “Favelas” bezeichneten Elendssiedlungen unter sozialen oder architektonischen Gesichtspunkten oder nutzen sie als Hintergrund für Geschichten. Dabei ist die Faszination des Kinos für die Favelas häufig von sozialem Engagement für deren BewohnerInnen getragen. Inwieweit verstärken die Darstellungen aber auch bestehende Vorurteile?

Die Filmreihe wurde von Daniel Perlin ursprünglich für den Storefront for Art and Architecture und Anthology Film Archives in New York zusammengestellt.

  
Mittwoch, 6. August 2008, 21 Uhr
Favela Five Times (Cinco vezes favela, 1961, 92 min., R: Joaquim Pedro de Andrade, Leon Hirszman, Miguel Borges, Carlos Diegues und Marcos Farias)

“Cinco Vezes Favela” versammelt Beiträge von fünf der grössten Filmemacher des Cinema Novo. Die fünf ebenso populären wie radikalen Episoden dieses Dokumentarfilm-Klassikers verschmelzen fiktive und dokumentarische Elemente, etwa durch den Einsatz einer Handkamera oder durch Laienschauspieler aus den Favelas.

  
Mittwoch, 13. August 2008, 21 Uhr
News from a Personal War (Noticias de uma guerra particular, 1999, 57 min., R: Joao Salles und Katia Lund)
City of Men (Cidade Dos Homens, 2002), 3 Episoden

“Noticias de Uma Guerra Particular” handelt von Korruption, Armut und Gewalt in den Favelas von Rio de Janeiro. Der Dokumentarfilm wird oft als Vorlage von “Cidade de Deus” (City of God) bezeichnet. Der schonungslose Blick auf den Drogenhandel und die Bandenkriege der schwer bewaffneten Jugendlichen entfachten beim Erscheinen des Films heftige Kontroversen.

“Cidade dos Homens”, die Nachfolgeserie zu “City of Gods”, stellt die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion in formaler wie erzählerischer Hinsicht in Frage. Die Serie zeigt unterschiedliche Erzählstränge in den Favelas von Rio, aus neugierigen und bisweilen problematischen Perspektiven, aber immer mit dem Fokus auf den Auseinandersetzungen der Individuen, die sich mit nahezu unüberwindbaren Schwierigkeiten konfrontiert sehen.

  
Mittwoch, 20. August 2008, 21 Uhr
Bus 174 (Omnibus 174, R: José Padilha, Felipe Lacerda)

“Onibus 174″ (Bus 174) schildert in Rückblicken das Leben von Sandro do Nascimento, einem ehemaligen Strassenkind, während dieser die Insassen eines Busses in der reichen Südzone von Rio mit Waffengewalt als Geiseln hält. Die Stärke des Films liegt in der überzeugenden Beschreibung der einzelnen Person, der sich mit aller Gewalt gegen die korrupte Verwaltung und die Medien auflehnt.