Das Erziehungsbild Filmprogramm

26. Mai 2009

“Das Erziehungsbild” untersucht die unterschiedlichen Weisen, wie Erziehung in der visuellen Kultur verhandelt wird und wie umgekehrt visuelle Kultur als pädagogisches Instrument genutzt wird. Das Publikationsprojekt zum “Erziehungsbild”, das von Marion von Osten und Tom Holert an der Akademie der Bildenden Künste in Wien initiiert wurde, stellt sich mit Vorträgen und einem Filmprogramm vor.
 

Eine Sache, die sich versteht (15 mal)
Harun Farocki/Hartmut Bitomsky, D 1971, 64′

“Eine Sache, die sich versteht (15 mal)” gehört zu einer Reihe von Filmen von Farocki und Bitomsky, die aus kurze agitatorische Szenen bestehen und als Lehrmodule konzipiert waren. Der Film ist von den Filmemachern als eine “Schule der Kommunikation” beschrieben worden: Die 15 Episoden des Filmes bilden einen Katalog von kommunikativen Akten, die durch kurze, einfach gefilmte und reduziert gespielte Szenen dargestellt werden. Bitomsky und Farocki hatten mit anderen Fachleuten bereits in den Jahren zuvor an einem umfangreichen Lehrprogramm gearbeitet, dass mit der Übermittlung von Wissen durch audiovisuelle Medien experimentierte.

Highschool
Frederick Wiseman, USA 1968, 75′

“High School” beschreibt einen typischen Tag einer Gruppe von SchülerInnen der Northeast High School in Philadelphia 1968. Dabei fokussiert der Film allein durch die Bilder und den Schnitt auf die Machtverhältnisse innerhalb der Schule und die Mechanismen der Erziehung. Seit den 1960er Jahren arbeitet der amerikanische Regisseur Frederick Wiseman über Institutionen, mit denen die Gesellschaft ihre Krisen verwaltet. “High School” zählt zu den beeindruckendsten Beispielen des “direct cinema” und besticht durch die differenzierte Beschreibung der Konflikte, aber auch von Versuchen der Verbesserung.