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Displaying Footnotes|Präsentation von Maja Wismer

Donnerstag, September 23rd, 2010

Lilia Prado Superstar Film Festival, Ulises Carrión und de Appel arts centre 1984|Screening

Donnerstag, September 23rd, 2010

Der mexikanische Künstler Ulises Carrión (1941-1989) organisierte 1984 im de Appel arts centre in Amsterdam ein viertägiges Festival mit Filmen der Schauspielerin Lilia Prado aus den frühen 1950er Jahren. Prado war in Mexiko ein gealterter Superstar, in Europa dagegen nahezu unbekannt geblieben und reiste für das Festival eigens an. Die Veranstaltung war gleichzeitig als kulturwissenschaftliches Filmfestival wie auch als konzeptuelles Werk des Künstlers Carrión konzipiert, der mit dem Festival einen Teil seiner eigenen kulturellen Herkunft als Readymade in einem neuen Kontext präsentierte. Carrións eigener Film “The LPS File” dokumentiert das Projekt.

Ulises Carrión war ein Künstler, Autor und Verleger. Er betrieb die Buchhandlung “Other Books and So” in Amsterdam (1975-1978) und war einer der Protagonisten der Mail Art.

Die Veranstaltung ist von Tobias Kaspar und Egija Inzule organisiert. Mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

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Lilia Prado Superstar Film Festival, Ulises Carrión und de Appel arts centre 1984

Lilia Prado Superstar Film Festival, Ulises Carrión und de Appel arts centre 1984

(Goodbye to) Manhattan|Filmpräsentation von Ken Okiishi

Donnerstag, September 23rd, 2010

Presentness is Grace|Performance von Udio

Donnerstag, September 23rd, 2010

This is a song failed pregnancy.
I hope you like it.

Rose on her finger tips.
“We’ll be working on it.”
I whisper though not touching her
while she’s still trying
to understand. “It’s just not now”
The polish makes her nails appear
so young. Peeled pink.

When we were in this club
together, remember?
We had to scream to
understand each other. (I could see
the white shining in your eyes,
competing with the white of your teeth)
I wanted you so badly then.

         Am I, are we chronophobic?
         Am I, are we chronophobic?

Sometimes I think we should
just pretend and the sun
would be as golden as before.
Just wandering in real time,
along the streets on black asphalt
like we used to while
holding hands in public.

         Am I, are we chronophobic?
         Am I, are we chronophobic?

         Am I, are we chronophobic?
         Am I, are we chronophobic?

I refuse to read between the lines.
Unity of the bodies.
It’s not yet time.
The day I turned away
from mainstream again is marked
in my brain as cloudy and grey.
Let’s just keep going.

The Tiger’s Mind|Performance

Donnerstag, September 23rd, 2010

Beatrice Gibson, Will Holder, Jesse Ash, Celine Condorelli, Christoph Keller, John Tilbury, Alex Waterman und Axel Wieder

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De virtutibus aquae vitae|Degustation von Destillaten der Edelobstbrennerei Stählemühle mit Christoph Keller

Mittwoch, Juni 9th, 2010

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Hier und jetzt: Köken Ergun|Präsentation

Dienstag, Mai 11th, 2010

Köken Ergun (*1976 in Istanbul) ist Künstler und nimmt derzeit an der Ausstellung “Another Country/Eine andere Welt”, kuratiert von Övül Durmuşoğlu, in der ifa-Galerie Stuttgart teil. In der Reihe “Hier und Jetzt” im Künstlerhaus Stuttgart präsentiert er Ausschnitte aus dem Archiv des B’Tselem, dem israelischen Zentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten. Seit 2007 hat B’Tselem im Rahmen eines Kameraprojektes mehr als 150 Videokameras an palästinensische Familien in Konfliktgebieten verteilt. Der Künstler zeigt Ausschnitte aus diesem Archiv, die persönliche und unerwartete Momente widerspiegeln.

Köken Ergun studierte Schauspiel und Kommunikationsdesign in Istanbul und London. Er hat mit dem Theaterregisseur Robert Wilson zusammengearbeitet und nahm an internationalen Ausstellungen und Filmfestivals teil. Zusammen mit Clemens von Wedemeyer, Hito Steyerl, Yael Bartana und Guy Ben Ner gründete er die AFAVA (Artists’ Film and Video Association). Derzeit beendet er seine Doktorarbeit an der Istanbul University und der Freien Universität in Berlin. Er unterrichtet an der International Art Academy Palestine in Ramallah.

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Köken Ergun, Suspended Spaces (Still)

Köken Ergun, Suspended Spaces (Still)

Hier und jetzt: Pia Maria Martin|Präsentation

Dienstag, Mai 11th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Pia Maria Martin arbeitet mit dem Medium des Films. Ihre Aufmerksamkeit gilt scheinbar nebensächlichen Dingen und alltäglichen Abläufen. Leere Räume, die dem öffentlichen Blick entzogen sind, werden nicht nur zum Ort ihrer Produktion, sondern auch zur Inspirationsquelle für ein Schauspiel, das auf der gefundenen Bühne stattfindet. Pia Maria Martin (*1974 in Altdorf) lebt und arbeitet in Stuttgart. Zuletzt waren Ausstellung mit ihren Arbeiten in der Galerie Reinhard Hauff, der Thomas Erben Gallery New York und im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich zu sehen.

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Lefebvre in New Belgrade|Diskussion mit Helmut Weber und Klaus Ronneberger

Montag, April 5th, 2010

1986 nahm der französiche Stadttheoretiker Henri Lefebvre gemeinsam mit den Architekten Serge Renaudie und Pierre Guilbaud an einem internationalen Wettbewerb zur Neudefinition urbaner Strukturen in Neu-Belgrad teil. Ihre städtebaulichen Vision für die 1948 gegründete Hauptstadt der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien betont die Prozesse und Potentiale der Selbstorganisation, um gescheiterten Konzepten der von oben verordneten Stadtplanung entgegen zu wirken. Für Lefebvre hatten zu diesem Zeitpunkt sowohl die Versprechen der kapitalistischen wie auch der staatssozialistische Moderne versagt. 

Sabine Bitter und Helmut Weber nahmen den bislang unveröffentlichten Text Lefebvres zum Ausgangspunkt für eine Reihe von künstlerischen Arbeiten sowie einer umfangreichen Publikation, die sich mit den sozialen und politischen Widersprüche zwischen zeitgenössischen Konzepten des Selbstmanagements und der Selbstorganisation sowie Lefebvres Idee der “autogestion”, der aus dem Aufbruch der 1960er Jahre geborenenen Konzept der Selbstverwaltung, beschäftigen. Im Künstlerhaus zeigen Bitter und Weber dazu eine Reihe von Drucken, die als alternative Cover des Künstlerbuches dienen. 

Am Donnerstag, den 8. April, 19 Uhr diskutiert Helmut Weber mit dem Frankfurter Stadtsoziologen Klaus Ronneberger über Lefebvres Theorie, einerseits in historischer Hinsicht, andererseits in Bezug zu aktuellen Debatten und dem prekären Zusammenhang zwischen Selbstverwaltung und neoliberalem Selbst-Management. Im Anschluss ist der Film von Bitter/Weber, “NEW, Novi Beograd 1948 – 1986 – 2006″ zu sehen. 

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Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion #1, Sava Center, New Belgrade, 2009

Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion #1, Sava Center, New Belgrade, 2009

Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion #4, Gazela, New Belgrade, 2009

Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion #4, Gazela, New Belgrade, 2009

Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion #5, Peti Park, Belgrade, 2009

Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion #5, Peti Park, Belgrade, 2009

aus Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion, or Henri Lefebvre in New Belgrade

aus Sabine Bitter/Helmut Weber: Autogestion, or Henri Lefebvre in New Belgrade

Hier und jetzt: Lan Tuazon|Präsentation

Montag, April 5th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Lan Tuazon wird in ihrer Präsentation über Regeln der Verführung in alltäglichen Beziehungen sprechen. “Wollen Sie wissen, wie man soziales Verhalten liest oder wie man eine Gruppensituation öffnet? Lernen Sie wie man Wert demonstriert, Zeichen liest und überzeugend sich selbst spielt. Wenn Sie nicht wissen, was Neurolinguistische Programmierung bedeutet – vielleicht sollten Sie es wissen.”

Lan Tuazon (*1976) lebt als Künstlerin in New York und derzeit als Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Lan Tuazon ist Ihre heimliche Verehrerin.

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Hier und jetzt: Paul Kramer|Präsentation

Montag, April 5th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Paul Kramer (*1979, Kitchener, Canada) arbeitet als Künstler mit Klang und Musik und studiert derzeit an der Kunstakademie in Stuttgart. Seine Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten von Musikalität. Häufig in Zusammenarbeit mit weiteren Personen ist er an einem Prozess der (Wieder-)Interpretation von musikalischem Material interessiert. Kürzlich veröffentlichte er “In Cync” (CD, 2009), ein Remake von Terry Rileys minimalistischer Komposition “In C” (1964).

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Hier und jetzt: Anja Abele und Michl Schmidt|Präsentation

Montag, April 5th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Anja Abele studierte bis 2009 an der AbK Stuttgart Kunsterziehung (u.a. bei Prof. Rainer Ganahl) und Intermediales Gestalten bei Joachim Fleischer. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit bilden Untersuchungen und Interventionen im öffentlichen Stadtraum, die in Performances, Installationen und Videos umgesetzt werden. 2008 gründete Anja Abele das Institut Orange, das sich auf die Erforschung ortsspezifischer Bewegungen im urbanen Raum spezialisiert. Temporäre Forschungsbüros errichtete sie zuletzt 2009 im Kunstraum München (mit der Forschungsgruppe_f), im Künstlerhaus Vorwerkstift Hamburg (Gäste-Stipendium) und im Performancehotel Stuttgart ( Projekt Distrikt Ost).

Michl Schmidt (* in Rothenburg ob der Tauber) studierte nach einer Lehre zum Steinmetz an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, u.a. bei Georg Winter. Seit 2006 arbeitet er als freier Bildhauer und hält einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Ausgewählte Ausstellungen und Projekte: “Boxschock-schock die Box”, Kunsträume Bayern, Kitzingen (2008), “dummy yourself”, XIII Carrara Biennale (2008), “Rooming in”, Kunsthaus Katana, Nürnberg (2007), “Blühbungen”, Lothringer 13, München (2005).

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Hier und jetzt: Ivan Civic|Performance

Montag, April 5th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Ivan Civic (*1979 in Sarajevo), lebt und arbeitet in Berlin and Stuttgart. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Marina Abramovic und stellte u.a. im P.S.1 in New York, dem Irish Museum for Modern Art in Dublin, MARTa Herford, der Galleria Civica in Trento und dem Van Gogh Museum in Amsterdam aus.

Ivan Civic arbeitet im Bereich Performance, Videoinstallation, Fotografie und Design und beschäftigt sich dabei mit gesellschaftlichen Strukturen, insbesondere mit den Grenzen innerhalb konventioneller Zusamenhänge wie der Kernfamilie, Beziehungen sowie kulturellen und intellektuellen Zirkeln. Indem er Zeichen, Symbole und Fetische instinktiv aus dem häuslichen Kontext oder ihrem öffentlichen Zusammenhang löst, unterstreicht Civic die Mechanismen, Dynamiken, Widersprüche und Konflikte von sozialen Beziehungen.

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Hier und jetzt: Demian Bern und Florian Klette|Präsentation

Montag, April 5th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Demian Bern (*1980 in Filderstadt) studierte Kommunikationsdesign an der Academie Beeldende Kunsten in Maastricht und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 2005 arbeitete er als freiberuflicher Grafikdesigner, vor allem für Kunst- und Kultureinrichtungen wie die Akademie Schloss Solitude, das Staatsballett Stuttgart und das Institut Français in Magdeburg. Demian Bern ist  Mitgründer des Interventionsraums in Stuttgart und von EXP.edition, einer Plattform für experimentelle Publikationen. Zu seinen letzten Projekten zählen  “Re: Actors – Op de bodem neergestort”, Goethe-Institut Rotterdam (2009), “EXP.edition zu Gast bei Kunsttermine”, Art Forum Berlin, mit Pablo Wendel (2008), “EXP.01 – EXP.20″, Konzeption und Gestaltung für den Interventionsraum Stuttgart (seit 2007).

Florian Klette (*1982 in Karlsruhe) lebt als freier Künstler in Stuttgart und interessiert sich in seiner Arbeit vor allem für soziale und partizipatorische Praxen. Seit 2006 studiert er bei Christian Jankowski an der Kunstakademie Stuttgart. 2007 nahm er an dem Projekt “Institute for Social Research” teil, das in Zusammenarbeit zwischen dem California College of Arts San Francisco und der Stuttgarter Kunstakademie entstand. Florian Klette war beteiligt an Ausstellungen im Württembergischen Kunstverein, dem Kunstverein Heidelberg, dem Interventionsraum Stuttgart und der New Yorker Galerie Invisible Exports.

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Hier und jetzt: Kamil Goerlich|Präsentation

Montag, April 5th, 2010

Die Reihe “Hier und jetzt” präsentiert in einer wöchentlichen Veranstaltung KünstlerInnen, die – teils vorübergehend – in Stuttgart leben und arbeiten. In Gesprächen, Performances und Diskussionen stellt die Reihe Arbeitsansätze aus verschiedenen Sparten und Disziplinen vor und deutet so ein Panorama junger Kunst in Stuttgart an.

Kamil Goerlich (*1976 in Nikolai, Poland) lebt als Künstler, Filmemacher und Musiker in Stuttgart. Er studierte zunächst Musik in Augsburg und anschliessend an der Kunstakademie in Stuttgart bei Christian Jankowski. Seit 2009 studiert er an der Filmakademie in Ludwigsburg.

Teile der Veranstaltungsreihe sind in einer Kooperation mit der Akademie Solitude entstanden. Kuratoren: Michael Birchall, Axel J. Wieder.

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Führung durch die Ausstellungen mit Axel J. Wieder

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Wir bieten regelmäßig Führungen mit den KuratorInnen durch die Ausstellungen des Künstlerhauses an. Die Führungen sind kostenlos, der Eintritt für die Ausstellungen beträgt 3,00 EUR (ermäßigt 1,50 EUR, Mitglieder frei).

Für private Gruppen bis 25 Personen bieten wir darüberhinaus einstündige Führungen durch die Ausstellungen nach individueller Terminvereinbarung an. Die Führungen können in deutscher und englischer Sprache erfolgen. Der Preis für eine Führung beträgt den üblichen Eintrittspreis und eine Führungspauschale von 20,00 EUR. Für Gruppen aus Hochschulen und anderen Lehreinrichtungen ist die Führung kostenlos.

Ei Arakawa und Sergei Tcherepnin: Quasar ⇔ Lanterns|Zeitplan der Soundaufführungen

Sonntag, Oktober 4th, 2009

Eröffnungswochenende
Freitag, 18. September, 20.15 Uhr: Death
Samstag, 19. September, 17.15 Uhr: Horse
Sonntag, 20. September, 15.15 Uhr, Sky

September
Mittwochs, 18.15 Uhr: Sky
Donnerstags, 17.15 Uhr: Horse
Freitags, 17.45 Uhr: Death
Samstags, 15.45 Uhr: Sky
Sonntags, 17.15 Uhr: Horse

Oktober
Mittwoch, 18.15 Uhr: Death
Donnerstag, 17.15 Uhr: Sky
Freitag, 17.45 Uhr: Horse
Samstag, 15.15 Uhr: Death
Sonntag, 16.15 Uhr: Sky

November
Mittwoch, 17.45 Uhr: Horse
Donnerstag, 18.15 Uhr: Death
Freitag, 17.15 Uhr: Sky
Samstag, 16.15 Uhr: Horse
Sonntag, 18.15 Uhr: Death

 Download Zeitplan

Zu Gast: Salon VOW

Freitag, Mai 22nd, 2009

Zu Gast: Der Mast muss weg!

Freitag, Mai 22nd, 2009

Präsentation der Bürgerinitiative Bismarckstraße 57 gegen Mobilfunkmasten in Stuttgart-West. Mit einem Vortrag von Peter Hensinger: Wenn Bürger sich wehren und was sie dann erleben.

M.O.M.I. und Richheart, Konzert/Performance

Mittwoch, April 29th, 2009

Das Erziehungsbild Filmprogramm

Dienstag, April 28th, 2009

“Das Erziehungsbild” untersucht die unterschiedlichen Weisen, wie Erziehung in der visuellen Kultur verhandelt wird und wie umgekehrt visuelle Kultur als pädagogisches Instrument genutzt wird. Das Publikationsprojekt zum “Erziehungsbild”, das von Marion von Osten und Tom Holert an der Akademie der Bildenden Künste in Wien initiiert wurde, stellt sich mit Vorträgen und einem Filmprogramm vor.
 

Eine Sache, die sich versteht (15 mal)
Harun Farocki/Hartmut Bitomsky, D 1971, 64′

“Eine Sache, die sich versteht (15 mal)” gehört zu einer Reihe von Filmen von Farocki und Bitomsky, die aus kurze agitatorische Szenen bestehen und als Lehrmodule konzipiert waren. Der Film ist von den Filmemachern als eine “Schule der Kommunikation” beschrieben worden: Die 15 Episoden des Filmes bilden einen Katalog von kommunikativen Akten, die durch kurze, einfach gefilmte und reduziert gespielte Szenen dargestellt werden. Bitomsky und Farocki hatten mit anderen Fachleuten bereits in den Jahren zuvor an einem umfangreichen Lehrprogramm gearbeitet, dass mit der Übermittlung von Wissen durch audiovisuelle Medien experimentierte.

Highschool
Frederick Wiseman, USA 1968, 75′

“High School” beschreibt einen typischen Tag einer Gruppe von SchülerInnen der Northeast High School in Philadelphia 1968. Dabei fokussiert der Film allein durch die Bilder und den Schnitt auf die Machtverhältnisse innerhalb der Schule und die Mechanismen der Erziehung. Seit den 1960er Jahren arbeitet der amerikanische Regisseur Frederick Wiseman über Institutionen, mit denen die Gesellschaft ihre Krisen verwaltet. “High School” zählt zu den beeindruckendsten Beispielen des “direct cinema” und besticht durch die differenzierte Beschreibung der Konflikte, aber auch von Versuchen der Verbesserung.

Das Erziehungsbild|Vorträge von Marion von Osten und Barbara Wurm

Dienstag, April 28th, 2009

“Das Erziehungsbild” untersucht die unterschiedlichen Weisen, wie Erziehung in der visuellen Kultur verhandelt wird und wie umgekehrt visuelle Kultur als pädagogisches Instrument genutzt wird. Das Publikationsprojekt zum “Erziehungsbild”, das von Marion von Osten und Tom Holert an der Akademie der Bildenden Künste in Wien initiiert wurde, stellt sich mit Vorträgen und einem Filmprogramm vor.

Der Beitrag von Barbara Wurm wird dabei insbesondere auf den sowjetische Nicht-Spielfilm der 1920er Jahre eingehen. 1922 nannte Ippolit Sokolov – Avantgarde-Theoretiker, expressionistischer Poet sowie Leiter zahlreicher Labore für tayloristische Arbeitsgymnastik – das Kino “die neue Wissenschaft” und die Leinwand die “neue Tafel des Jahrhunderts”. Der Vortrag beleuchtet die damals hochaktuellen Entgrenzungen des Kinos als Sehschule, als es hieß: “Kino – in den Arbeiterklub, aufs Land und in die Schulen!”

Marion von Osten ist Künstlerin und Kuratorin. Sie ist Professorin an das Akademie der Bildenden Künste in Wien und war Co-Kuratorin der Ausstellung “In der Wüste der Moderne” im Haus der Kulturen der Welt Berlin.
Barbara Wurm ist Slavistin und Filmwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Sowjetischer Film, Medientheorie, Dokumentarfilm und lebt in Wien und Berlin. Sie promoviert zur Biopolitik des Sehens im frühsowjetischen Nichtspielfilm. Sie hatte Lehraufträge in Berlin und Wien und ist derzeit assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg “Schriftbildlichkeit” an der Freien Universität Berlin. Dazu arbeitet sie als freiberufliche Kuratorin und Filmkritikerin.

Urban Surplus, Centralities and Counter-operations|Workshop und Vorträge mit Andreas Müller und Miguel Robles-Durán

Dienstag, April 28th, 2009

Moderation: Stephan Trüby.

15-18 Uhr: Workshop
19 Uhr: Vorträge

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit historischen und gegenwärtigen Methoden der Partizipation im Städtebau. Dabei steht insbesondere das planerische Potential von Beteiligungsverfahren zur Diskussion. Die vorgestellten Beispiele reichen von den Bürgerprotesten und lokalen Initiativen bis zum Entwurf einer “Sozialistischen Stadt des 21. Jahrhunderts” in Venezuela, für den eine Arbeitsgruppe um Miguel Robles-Durán kürzlich beauftragt wurde. Mit welchen Methoden kann eine wirkliche Partizipation in Planungsprozessen ermöglicht werden, was für ein Potential besitzen Beteiligungsverfahren?

Der Workshop soll unterschiedliche Methoden von Nutzerbefragung und -einbeziehung vorstellen und diskutieren. In den anschließenden Vorträgen stellen Andreas Müller und Miguel Robles-Durán aktuelle Projekte und Recherchen vor. Miguel Robles-Durán berichtet über Projekte des Planungsbüros Cohabitation Strategies und die von der Gruppe entwickelten methodischen Ansätze, die gerade in Venezuela in einer Reihe von umfangreichen Treffen erprobt wurden und von der Regierungsebene bis zu Nachbarschaftsgruppen reichen. Andreas Müller wird über alternative, selbstbestimmte Stadtentwicklung am Beispiel des Widerstands gegen Londons Westway-Autobahn in den 1960er Jahren sprechen. Der Protest brachte eine neue Planungsideologie hervor, die die Belange von unabhängigen lokalen Gemeinschaften über die oftmals bevormundende wohlfahrtsstaatliche Planung stellte.

Miguel Robles-Durán ist Direktor des Social-InHabitat Postgraduiertenprogramms am Berlage Institut und Codirektor von CohabitationStrategies.org, einer Kooperative für sozioräumliche Planung aus Rotterdam, die kürzlich mit der Planung einer “Sozialistischen Stadt des 21. Jahrhunderts” in Venezuela beauftragt wurde. Andreas Müller ist Architekt und Ausstellungsdesigner und lebt in Berlin. Er ist Mitgründer und -herausgeber der Zeitschrift “An Architektur” und arbeitet an einem Forschungsprojekt zu Partizipation in der Architektur an der Jan van Eyck Akademie Maastricht.

Um Anmeldung für den Workshop wird bis 9. Juni gebeten unter: info@kuenstlerhaus.de. Vor der Veranstaltung werden per Email einführende Texte und Materialien bereitgestellt.

Die Veranstaltung findet in Teilen in englischer Sprache statt.

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Robert Goodman: After the Planners (1972)

Robert Goodman: After the Planners (1972)

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Cohabitation Strategies

Cohabitation Strategies

Kunst und Teilhabe|Gespräch mit Susanne Jakob und Silke Schwab

Dienstag, April 28th, 2009

Die Kuratorin Susanne Jakob und die Künstlerin Silke Schwab stellen Projekte vor, die im Bereich der Kunst mit Beteiligungsverfahren operieren. Zu den Anliegen der Projekte zählen eine Demokratisierung des künstlerischen Produktionsprozesses, aber auch künstlerische Forschung im Stadtraum, die eine Beteiligung von verschiedenen Öffentlichkeiten mit einschließt. Die Projekte werden insbesondere vor dem Hintergrund der lokalen Situation in und um Stuttgart diskutiert.

Susanne Jakob ist Kunsthistorikerin, lehrt an Hochschulen und ist Direktorin des Kunstvereins Neuhausen, wo sie seit 1995 Projekte mit partizipativen Methoden realisiert hat. Sie ist Herausgeberin des Bandes “Risiko Curating & weitere Projekte. Zwischen Partizipation und Intervention” (2007).

Silke Schwab ist Künstlerin und Mitbetreiberin des Projektraumes Interventionsraum in Stuttgart. Sie organisierte dort zuletzt gemeinsam mit Simone Eckert das Projekt “Zwischenspeicher”, für das die Nachbarschaft des Ausstellungsraumes zur Teilnahme aufgerufen war.

Vorträge und Filmprogramm mit Marina Vishmidt und Steve Rushton

Sonntag, April 26th, 2009

Marina Vishmidt und Steve Rushton stellen ihre Forschungen vor, mit denen sie sich in den kommenden Jahren im Rahmen des Projektes “Signal:Noise” beschäftigen werden. “Signal:Noise” ist ein experimentelles und offenes Untersuchungsprojekt, das den Einfluss der Kybernetik und der Informationstheorie auf das kulturelle Leben der Gegenwart, insbesondere die visuellen Künste erforscht. Als Ausgangspunkt dient der Schlüsselbegriff des “Feedback”.

Der Beitrag von Marina Vishmidt behandelt den Stellenwert von Partizipation in der Kybernetik zweiter Ordnung, die mit “offenen Systemen” operiert. Im Zentrum steht dabei die legitimatorische Funktion von Partizipation in zeitgenössischen Mechanismen des Regierens und der Ausbeutung. Einen weiteren Ansatzpunkt stellt das von Felix Guattari entwickelte Konzept der maschinistischen Subjektivierung und von Kapital als Axiom dar – inwieweit kann die Systemtheorie dabei helfen, die politischen Möglichkeiten während des Zusammenbruch eines Systems zu entziffern?

Steve Rushton wird ausgehend von Otto Neuraths Universalsprache Isotype auf den Begriff der Software und des Codes eingehen.

Marina Vishmidt ist Autorin und Forscherin. Sie lebt in London und publiziert regelmässig in Mute Magazine und Texte zur Kunst. Steve Rushton ist Autor und lehrt am Piet Zwart Institute in Rotterdam. Er kuratierte das Project “After Neurath” für Stroom, Den Haag (2006-07).

Die Maschinen denken über Dich nach. Die kybernetischen Träume des Gordon Pask|Vortrag von Margit Rosen

Sonntag, April 26th, 2009

Anfang der 1950er Jahre begann der englische Psychologe und Kybernetiker Gordon Pask das Modell einer adaptiven Umwelt aus Maschinen zu entwickeln. Lernfähige kybernetische Kunstwerke, Lernmaschinen und Architekturen sollten den Menschen stärken: in seiner Kreativität, Sensomotorik, seiner Arbeitseffizienz und demokratischen Kompetenz.

Margit Rosen studierte Kunstwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaften und Medienkunst. Sie arbeitet am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.

Vermitteln/Verhandeln. Von Publikum, AkteurInnen und Komplizenschaften|Workshops

Donnerstag, März 12th, 2009

Workshop 1
Nora Sternfeld: Handlungsräume der Kritik in Ausstellungen

Wer spricht normalerweise in Institutionen? Wie funktioniert Wissensvermittlung? Wer produziert Wissen? Und wer eignet es sich bloß an? Der Workshop beschäftigt sich mit Möglichkeiten, Ansätzen und Strategien der Kritik im Bereich der Kunst- und Kulturvermittlung. Der Begriff “Handlungsräume” meint dabei sowohl die Perspektiven, die das Feld der Kunst- und Kulturvermittlung eröffnet als auch seine kritischen Potentiale in institutionellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Der Begriff der „Kritik” wird so verstanden, dass es einen Außenstandpunkt eben sowenig gibt, wie die Möglichkeit sich deshalb einer Position zu entziehen. In Hommage an die ProtagonistInnen der Institutional Critique widmet sich der Workshop einer Praxis des Gegen-lesens und Ver-lernens in Ausstellungen. Eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten und aktivistischen Strategien kann vielleicht einen Eindruck über die zahlreichen Schnittstellen zwischen Vermittlung, Kunst, Wissensproduktion und Aktivismus geben. Dabei können unterschiedliche Strategien wirksam werden: verhandeln, scheitern, reklamieren, insistieren, Bedingungen offen legen, Öffentlichkeiten herstellen…

Nora Sternfeld ist Kunstvermittlerin und Kuratorin, Büro trafo.K. Sie ist Lehrbeauftragte an der Akademie der bildenden Künste Wien und im Leitungsteam des Masterlehrgangs ecm (educating/curating/managing) an der Universität für angewandte Kunst, Wien.
 

Workshop 2
Annette Krauss: Hidden Curriculum. Über die Aktualisierung stummer Alltagspraktiken

Was lernen wir im Alltag? Welches Wissen wird im Alltag vermittelt? Und was wissen wir eigentlich nicht? Was wollen wir nicht wissen? Und warum? Und was dürfen wir nicht wissen? Im Workshop versuchen wir uns der Bedeutung eines stummen, „eingekörperten” Wissens für unser Handeln im Alltag zu näheren. Hierbei lässt sich das Soziale nicht nur über Strukturen, Rollen und Normen beschreiben, die dem Handeln vorausgehen, sondern muss notwendigerweise auch über ein öffentliches, beobachtbares und teilhabendes Geschehen materiell eingebundener, lokal situierter, miteinander verflochtener Körperpraktiken erschlossen werden. Die Funktion von Körperbewegungen besteht hier also auch in der Einübung und Darstellung des Sozialen.

Ziel des Workshops ist es, kleine köperbezogene Übungen und Empathiestudien zu entwickeln, die sich der stummen Kompetenz der praktischen Beherrschung des Alltags und seiner Koordinierungsprozesse nähern und die „toten Winkel” der Wahrnehmung thematisieren.

Annette Krauss ist Künstlerin und lebt in Utrecht.
 

Workshop 3
Markus Ambach: Public Garden – Public Generation: ein Projekt entwirft sich selbst. Über die Initialisierung autoproduktiver Prozesse im Stadtraum

Der Workshop versucht, den Kunstverein über den auf die Ausstellungspraxis gerichteten, introvertierten Blick hinaus als Ort im städtischen und gesellschaftlichen Kontext zu verstehen. Er beschäftigt sich mit Methoden, in seinem Umfeld autoproduktive Prozesse im öffentlichen Raum zu initiieren – Prozesse, in denen sich die Arbeit des Kunstvereins und die künstlerische Artikulation direkt mit den Handlungen der Stadtgesellschaft verknüpfen.

Dabei wird dem öffentlichen Raum weniger mit klaren Zielsetzungen begegnet, als vielmehr mit einem hohen Interesse für die bereits vorhandenen, auch alltagskulturellen Praktiken. Es werden Wege erarbeitet, durch die Herstellung spezifischer Klimata Handlungsräume sichtbar und zugänglich zu machen, in denen sich Projekte und Äußerungsformen durch seine jeweiligen Akteure selbst generieren. Ziel ist die Vermittlung solcher sich selbst autorisierender Praktiken sowohl an die Stadtgesellschaft wie auch an die Künstler.

Markus Ambach ist Künstler und lebt in Düsseldorf

Stipendiaten bis 1998

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Akademie Materio (Heinz E. Hirscher), 1984–92
Argonaut (Bernd Hoge, Ursula Kraft), 1988–94
Labfac (Bernd Hoge, Jochen Hunger), 1988–94
Sabine Hoffmann, 1988 – 92
USTADAT/ S.A.C. Modeller’s Club, (Mark Steffen Bremer, Stephan Thomas u. a.), 1988–92
ABR – Archiv Beider Richtungen (René Straub, Harry Walter, Gerrit Hoogerbeets), 1989–94
Schleifschnecke (Axel Wieder, Jesko Fezer), 1993-94
Maria Fastner, 1994
Ulrike Sautner, 1996
Die Konsorten (Andreas Bär, Martin Brandt, Andreas Wolf), 1996–97
UKIYO CAMERA SYSTEMS (Georg Winter), 1996–97
Bürb – Büro für urbanes Empfinden (Friederike und Roswitha Dönnges, Simon Götz, Karin Hinterleitner) 1997
Akademie Isotrop, 1997
Beate Rygiert, Daniel Bachmann, 1997
Andreas Bauer, 1997
MAPS (Stephanie Bollinger, Kim Zieschang), 1997–98
Astrid S. Klein, 1998
Susa Reinhard, 1998

Facing Abstraction. Über die Filme von Rosalind Nashashibi|Vortrag von André Rottmann

Donnerstag, Februar 5th, 2009

Der Vortrag diskutiert eine Reihe von filmischen Arbeiten Rosalind Nashashibis als Reflektionen auf die formalen, medialen und sozio-ökonomischen Dimensionen zeitgenössischer Abstraktion. Dabei wird insbesondere Nashashibis kritische Auseinandersetzung mit den Traditionen des Avantgarde-Films, des Dokumentarismus sowie mit anthropomorphen Wahrnehmungsmustern in Nachfolge des Primitivismus in den Blick zu nehmen sein.

André Rottmann ist Kunsthistoriker und -kritiker und lebt in Berlin. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift „Texte zur Kunst” und publiziert regelmäßig auch in “Artforum” und “Springerin – Hefte für Gegenwartskunst”.

Filmprogramm Rosalind Nashashibi

Donnerstag, Februar 5th, 2009

Hreash House (2004, 20 min), Midwest (2002, 12 min), The States of Things (2000, 3.5 min)

In einem speziellen Screening zeigt das Künstlerhaus in Ergänzung zur Ausstellung eine Reihe von früheren Filmarbeiten von Rosalind Nashashibi. In diesen Filmen bezieht sich die Künstlerin deutlicher auf dokumentarische Traditionen. So verfolgt “Hreash House” (2004) den Feiertag einer palästinensischen Familie in Nazareth. Inmitten einer politisch angespannten Situation entwickelt die Künstlerin einem fast zärtlich anmutenden, an die Formensprache des Realismus angelehnten Blick für die alltäglichen Handlungen und das gemeinschaftliche Leben.

“States of Things” (2000) zeigt einen Basar der Heilsarmee in Glasgow und kontrastiert die Bilder mit einem Liebeslied der legendären ägyptischen Sängerin Um Kulthoum aus den 20er Jahren, sodass der eigentliche Ort des Geschehens im Unklaren bleibt und vereinfachende Vorstellungen von Orten unterlaufen werden.

“Midwest” (2002) ist in Omaha in Nebraska entstanden. Man sieht das öffentliche Leben an einem Arbeitstag, erst im Laufe des Filmes wird deutlich, dass es vor allem Obdachlose und Menschen ohne Arbeit sind, die sich auf der Straße befinden.

Das Screening wird zur Langen Nacht der Museen am 21. März wiederholt.

Zu den Filmen

Donnerstag, Februar 5th, 2009

Der Film “Bachelor Machines Part 1″ (16mm, 2007, 30 min) ist auf einem Frachtschiff gedreht, das von Süditalien über Portugal, Großbritannien und Irland nach Schweden unterwegs ist. In seiner ausschließlichen Konzentration auf das Leben an Bord des Schiffes erscheint der Film wie ein Genrestück, das den zeitgenössischen Formen der Seefahrt folgt und dessen Vorgänger in der historischen Literatur, Malerei und Film liegen. Nashashibis Interesse gilt dem Leben auf dem Schiff als einer ultimativen geschlossenen Gesellschaft. Die Gemeinschaft ist in einer strikten, selbst auferlegten Hierarchie unter der absoluten Autorität des Kapitäns organisiert. Jenseits der Ländergrenzen gelegen gleicht ihr Status einem mobilen unabhängigen Staat. Der Rhythmus des Filmes entwickelt sich aus der Intensität und den klaustrophobischen Bedingungen des Zusammenlebens auf dem Schiff, die mit der Weite des Ozeans und den extremen Wetterbedingungen kontrastiert werden. Der Film folgt dabei dem Leben auf dem Frachter mit unterschiedlichen filmischen Mitteln. Neben einer direkten und genauen Aufzeichnung der menschlichen Beziehungen innerhalb der begrenzten Umgebung auf dem Meer sowie atmosphärischen Bildern des Lichts und der Bewegung der Reise steht vor allem das Schiff selbst als animierte Maschine und Protagonist des sozialen Lebens im Vordergrund.

Auch “Eyeballing” (16mm, 2005, 10 min) zeigt eine Suche nach dem Bekannten, nach Identifikation, nach etwas Lebendigem im Leblosen. Der Film entstand während eines Aufenthalts in New York und zeigt im urbanen Kontext abgefilmte Objekte – Steckdosen, Schaufensterschmuck, Fenster und Türöffnungen -, die im Zusammenhang des Filmes plötzlich wie reduziert gezeichnete Gesichter aussehen. Auf den ersten Blick wirkt diese Verwandlung von städtischen Situationen in zwei Augen und einen Mund spielerisch. Der Film gewinnt jedoch an politischer Schärfe, indem Nashashibi Szenen zwischen die Gesichtsbilder schneidet, auf denen Polizeibeamte ein Revier in Lower Manhattan betreten und verlassen. Das bildhafte Erkennen wird so in den Kontext der wachsenden Bedeutung von Überwachungstechnologie in der Weltordnung nach den Geschehnissen vom 11. September 2001 gestellt. Zudem verkörpern die Polizeibeamten eine Art Umkehrung des anthropomorphen Prinzips, indem sie durch ihre Uniformierung eine individuelle Charakterisierung zugunsten einer Repräsentation staatlicher Autorität aufgeben.

“Footnote” (16mm, 2007, 2 min) ist gemeinsam mit den Frankfurter KünstlerInnen Thomas und Helke Bayrle entstanden. Der Film beobachtet die beiden in einem scheinbar privaten Moment. Während der Mann im Hintergrund schläft, liest die Frau ebenfalls im Bett liegend in einer Zeitschrift. Diese Einstellung wird von einer zweiten, fast traumähnlichen Szene unterbrochen, die einen seltsam starrenden Spielzeugfrosch zeigt. Beide Szenen sind in anderen Farbräumen aufgenommen und unterbrechen jeweils die Realitätsebene der vorangegangenen Sequenz.

Three Black Minutes, Videoprogramm 2

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

Das Künstlerhaus Stuttgart präsentiert im Rahmen des Film- und Medienfestivals Filmwinter 2009 zwei Videoprogramme.

Das erste Programm stellt Videoarbeiten von Künstlerinnen und Künstlern vor, die ihr Medium zur Bezugnahme auf die zirkulierenden Bilder der Massenmedien nutzen. Video ist dabei nicht nur ein weiteres Mittel des künstlerischen Ausdrucks, sondern wird im Verhältnis zu bereits etablierten Formaten der Bedeutungsproduktion im Fernsehen, Film und Internet gesehen. Die Arbeiten schließen an die dramaturgischen Regeln der Unterhaltungsindustrie an und unterlaufen dabei unsere Sehgewohnheiten, indem die etablierten Formate leicht verschoben oder andere Inhalte eingebracht werden. Vielfach agieren die Videos dabei mit einem spielerischen Look des Selbstgemachten oder collagieren gefundenes Material.

Das zweite Videoprogramms konzentriert sich auf die Idee des Feedbacks und deren Intervention in den filmischen Raum. Das Programm umfasst Beispiele der utopischen Idee, die Zuschauer am Programm zu beteiligen, etwas durch Anrufe oder andere Umfrageverfahren, oder zeigen spielerische Analysen der Verhältnisse zwischen Betrachtern und Produzenten.

 
Dienstag, 20. Januar 2009, 19 Uhr

Bernadette Corporation: Fashion Shows (1995-97, 6:20 min)
Lawrence Weiner: Plowmans Lunch (1982, 28 min)
John Michael Boling, Javier Morales: Body Magic (2006, 2:25 min)
Wynne Greenwood, K8 Hardy: New Report (2005, 16:30 min)
Bernadette Corporation: The B.C. Corporate Story (1996, 7:03 min)
Alex Bag: Coven Services (2004, 14:40 min)
Michael Smith: Mike’s World Orientation Video (2007, 7 min)
Mark Leckey: Londonatella (2002, 5:46 min)

 
Mittwoch, 21. Januar 2009, 19 Uhr

Studiengruppe für Systemforschung: Orakel (1971, Ausschnitt)
Jef Cornelis: Ijsbreker (1983/4, Ausschnitt)
Michael Smith, William Wegman: The World of Photography (1986, 24:35 min)

Three Black Minutes, Videoprogramm 1

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

Das Künstlerhaus Stuttgart präsentiert im Rahmen des Film- und Medienfestivals Filmwinter 2009 zwei Videoprogramme.

Das erste Programm stellt Videoarbeiten von Künstlerinnen und Künstlern vor, die ihr Medium zur Bezugnahme auf die zirkulierenden Bilder der Massenmedien nutzen. Video ist dabei nicht nur ein weiteres Mittel des künstlerischen Ausdrucks, sondern wird im Verhältnis zu bereits etablierten Formaten der Bedeutungsproduktion im Fernsehen, Film und Internet gesehen. Die Arbeiten schließen an die dramaturgischen Regeln der Unterhaltungsindustrie an und unterlaufen dabei unsere Sehgewohnheiten, indem die etablierten Formate leicht verschoben oder andere Inhalte eingebracht werden. Vielfach agieren die Videos dabei mit einem spielerischen Look des Selbstgemachten oder collagieren gefundenes Material.

Das zweite Videoprogramms konzentriert sich auf die Idee des Feedbacks und deren Intervention in den filmischen Raum. Das Programm umfasst Beispiele der utopischen Idee, die Zuschauer am Programm zu beteiligen, etwas durch Anrufe oder andere Umfrageverfahren, oder zeigen spielerische Analysen der Verhältnisse zwischen Betrachtern und Produzenten.

 
Dienstag, 20. Januar 2009, 19 Uhr

Bernadette Corporation: Fashion Shows (1995-97, 6:20 min)
Lawrence Weiner: Plowmans Lunch (1982, 28 min)
John Michael Boling, Javier Morales: Body Magic (2006, 2:25 min)
Wynne Greenwood, K8 Hardy: New Report (2005, 16:30 min)
Bernadette Corporation: The B.C. Corporate Story (1996, 7:03 min)
Alex Bag: Coven Services (2004, 14:40 min)
Michael Smith: Mike’s World Orientation Video (2007, 7 min)
Mark Leckey: Londonatella (2002, 5:46 min)

 
Mittwoch, 21. Januar 2009, 19 Uhr

Studiengruppe für Systemforschung: Orakel (1971, Ausschnitt)
Jef Cornelis: Ijsbreker (1983/4, Ausschnitt)
Michael Smith, William Wegman: The World of Photography (1986, 24:35 min)

Selten gehörte Musik|Musikprogramm von Thomas Andre

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

“Selten gehörte Musik” hieß eine akustische Performance von Oswald Wiener 1974, die jenseits der bekannten musikalischen Formen eine “größere Beweglichkeit des Verstandes” ermöglichen sollte. Das von Thomas Andre zusammengestellte Programm stellt Musikdokumente aus dem Zeitraum von 1953 bis 2008 vor, die unterschiedliche Vorstellung solch einer von allen Begriffen befreiten Kunst hörbar machen. Das Programm umfasst Musik von Mary Lou Williams, Don Cherry, Judy Henske, Moondog, Ursula Bogner, Zeit, The Space Lady, Barton Smith, Scott Tuma und anderen.

Die Musik wird auf Nachfrage gespielt. Die Bar hat geöffnet und bietet Edelbrände der Brennerei Stählemühle am Bodensee an.

Thomas Andre lebt in Berlin, er sammelt und erforscht Musik.

 

Programm:

Mary Lou Williams: Black Christ of the Andes (1964)
“Calling this album mainstream is a bit misleading, since it includes four pieces of choral/sacred music and one avant-garde cut. In a way, it’s the perfect mirror of where Mary Lou Williams was in the early 1960s, coming out of a nearly ten year absence from performance. At the beginning of that period she had devoted herself solely to religion and charitable work. Jazz-loving priests within the Catholic church convinced her to convey her religious feelings through what she did best: performing, composing, and arranging. Here we have some of the beautiful results.”

http://www.allaboutjazz.com/php/article.php?id=14734

Don Cherry: Brown Rice (1974)
“There is joy laced with confidence in this music, and sadness, or pathos, that is as much connected to the Blues as it is to the huge yearning of that sound in Eastern music… Throughout the record, one can hear the melding of Third World music and mysticism with Western instruments.” (From Stanley Crouch’s original liner notes to Brown Rice)

http://www.musthear.com/music/reviews/don-cherry/brown-rice/

Judy Henske & Jerry Yester: Farewell Aldebaran (1969)
“This is one of those legendary lost records that ‘everyone’ talks about, where after you finally hear it, you have even less of an idea of what it is than before. Brutally aggressive when it’s not being elegantly folksy or bubblegummy, turning decadent, satirical, apocalyptic, histrionic and demonic, these young marrieds – folk-blues goddess and an ace journeyman with ties to the Spoonful and TMFQ – created a truly unpredictable mélange of pop, antipop, subpop and artifice. With so many disparate facets, the whole of Farewell Aldebaran (1969, Straight Records) can only appeal to the openest of minds, but odds are at least one part of it will blow all of yours.”

http://lostinthegrooves.blogspot.com/2006/02/judy-henske-jerry-yester-farewell.html

Ursula Bogner: Recordings 1968-1988 (2008)
“A message from the afterlife. Don’t worry! Electronic Beats won’t get esoterical. But a quite mysterious discovery was made recently which you should know about. During a flight to Vilnius the Berlin-based DJ / producer Jan Jelinek met Sebastian Bogner, son of the 1994 deceased pharmacist Ursula Bogner. After the usual small talk they started talking about Sebastian’s mother who used to experience with synthesizer. Family and friends discounted these experiments as another eccentric hobby of her. Therefore, these tracks haven’t appeared outside her studio until now.

However, Sebastian provided Jan with the tapes his mother recorded between 1968 and 1988. A selection of her work – which sounds pretty contemporary and could easily have been credited as influence for Kraftwerk and Detroit Techno – if just anybody had known it! – will be released on Jelinek’s brand new label Faitiche on October 24. A unique message from the afterlife.”

http://www.electronicbeats.com/News/Music/Undiscovered-music-on-Jan-Jelinek-s-new-label-Faitiche

Zeit: Un Giorno in una Piazza Mediterranea (1979)
“A group based in Florence, active between 1979 and 1981, they tried as others to mix traditional folk tunes with typical mediterranean and eastern-flavoured atmospheres. Their albums are close to the “world music” experiments made in the same period by Mauro Pagani.”

http://mutant-sounds.blogspot.com/2008/10/zeit-un-giorno-in-una-piazza-del.html

Scott Tuma: Not For Nobody (2008)
“For those who’ve heard Scott Tuma’s first two solo albums, the opening seconds of Not For Nobody hold a few surprises: the fact that the album features Tuma actually singing for the first time in his solo career is surprise enough, but also is the realization that the vocals are pitched up and Tuma sounds like a damn munchkin. Usually this sort of tape trick is good for giggles and ‘Oh hey, weird’ responses, but the biggest shocker in the first 15 seconds is that, after the initial jolt – when the lyrics are attended to, when the glints of guitar and reverbed sounds of a car starting are assessed, when we all settle down – his voice is incredibly unsettling and saddening.”

http://tinymixtapes.com/Scott-Tuma
http://www.digitalisindustries.com/ace010.html

Barton Smith: Reelizations 1 + 2 (1980-1982)
“Bedroom electronics from a relatively unknown experimental composer on Folkways circa 1980. While there are a few acoustic guitar-only tracks, the majority of the record contains a wide selection of instruments, ranging from heavily processed synthesizers to Roland drum machines, zithers and brake drums. This track premiered March of 1980 in Los Angeles, California in the Institute of Dance and Experimental Art. The notes go on to explain that no matter how frantic things may appear on the surface, there is always some type of order and form.”

http://waxidermy.com/2006/10/26/barton-smith-reelizations/

The Space Lady: Recorded live in San Francisco (1990)
“The Space Lady is San Francisco’s most enchanting street musician. Whether on keyboard or accordion, her music stops sidewalk traffic even in this multi-task town. She usually performs wearing a steel helmet with angel wings, making her easy to recognize but belying the credibility of her haunting vocal interpretations of well known songs. Mister SF always requests Time After Time or Spanish Harlem. A San Francisco favorite is Over the Rainbow. The Space Lady, whose real name is Susan Dietrich, made only one recording for sale. It featured Susan performing live on Casio with effects.”

http://www.stagepassnews.com/articles/spacelady.html

Cloud One: Atmoshere Strut (1976)
“Since the disco underground communicated through the 12″ format, containing A-sides and B-sides that almost always surpassed the several-minute mark, full-length albums were a rarity. Cloud One’s Atmoshere Strut is one exception to the rule. As with the remainder of Cloud One’s material, each song on this LP was produced and arranged by Patrick Adams, a remarkably prolific cult legend whose name should be just as instantly recognized in dance music circles as Giorgio Moroder and Arthur Baker. Not only was Adams an incredibly talented figure behind the boards (and a label operator on top), but he also revolutionized synth playing – no one before, during, or since has played the synthesizer like him. Atmoshere Strut is one of several testaments to these facts, containing a handful of classic disco cuts that remain in DJ crates decades after being recorded. ‘Atmoshere Strut’ and ‘Disco Juice’ have the highest profile of these six songs. Both are euphoric but completely distinct from one another. ‘Atmoshere Strut’ is a nine-minute drift carried by a light, winding groove; a repeated refrain of ‘We’re gonna fly, fly away’; crazy synth squiggles; human handclaps; and incidental exclamations of delight. ‘Disco Juice’ is downright colossal; with its humid, nocturnal feel; shimmering strings; taut bassline; and a dazed, wordless refrain, it practically forces anyone within earshot to involuntarily twirl in a state of bliss. The delirious ‘Spaced Out’ the smooth/easy ‘Dust to Dust’ and the jubilant closer ‘Doin’ It All Night Long’ put a cap on this brilliant album.” (Andy Kellman, All Music Guide)

http://www.insound.com/Cloud_One_Atmosphere_Strut_%5BP&P%5D_CD/productmain/p/HTL66103.2/

Metabolist: Hansten Klork (1980)
“Metabolist were a short-lived UK experimental group forming in January 1977, consisting of Malcolm Lane (guitar, synth, vocals), Simon Millward (bass, vocals, synth) and Mark Rowlatt (percussion), with Jacqueline Bailey dedicated to cover designs. Within the UK press their sound was roughly lumped alongside several other UK experimentalists, The Pop Group, Cabaret Voltaire, Throbbing Gristle & This Heat. While tied to many preconceived conceptions, ‘a poor mans This Heat’ comes as a classic example; the group procured a different sound upon each release. Asides from British counterparts, the band also claimed influences from Can, Gong and Magma.Early on, Metabolist came to the executive decision to steer clear of capital record labels, forming Drömm Records. Each member took an active responsibility in recording, mixing and editing; giving freedom to ideas, time, and money. In their short career Metabolist only release one full-length LP.”

http://www.progarchives.com/artist.asp?id=3030

Agnes Baltsa: Songs My Country Taught Me (1986)
“Theodorakis, Hadjidakis, Xarhakos, Songs My Country Taught Me, Agnes Baltsa, Athens Experimental Orchestra, Stavros Xarhakos”

“Baltsa’s singing – clean, clear, cultivated, and free, with a bewitching sound – is world class.” (Opus/USA, 1 December 1987)

“Singing in her native tongue Baltsa phrases and projects the words with the subtlety and boldness only possible with total familiarity and understanding. No operatic popmosities here, but the sureness and strength of a trained voice doing full justice to a collection of infectiously melodic songs, ranging from the dreamily sensual to the playfully rugged, which seem to have an element of the operatic in them. The convincing arrangements by Xarhakos mostly use plucked instruments for the essential Greek sound [...]. At least we have one opera star who can let her hair down without becoming simply dishevelled.” (Hi-Fi News/UK, 1 March 1987)

“Der Vortrag der Mezzosoranistin ist von einer Leichtigkeit, als seien die Lieder der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Griechenlands ihre Domäne. Statt Opernposen begegnen sängerische Tugenden wie einwandfreie Intonation, klare Diktion und wohldosierte Emotionaliät. Das erleichtert es dem Hörer, sich auf die vom Zeitgeschehen unabhängige Qualität der Werke zu konzentrieren.” (Stereo/Germany, 1. März 1987)

“… eine Aufnahme voller musikalischer und interpretatorischer Reize. Denn Agnes Baltsa singt die hier versammelten Lieder der Klage, der sanft aufbrechenden Liebe und des unerlässlichen Abschieds, des Widerstandes wie der Todesbotschaften mit einem anrührenden, aber gänzlich unsentimentalem Pathos und mit einem enormen, durch lange Opernerfahrung sensibilisiertem Feingefühl, die diesen Erfindungen zwischen hehrer Kunst und populärer Unterhaltung erst die rechte Durchschlagskraft gibt.” (Die Welt/Germany, 23. Januar 1987)

http://agnesbaltsa.homestead.com/From_Greece_with_Love.html

Moondog: On the Streets of New York (1953)
“An audio study of New York 19, a postal zone in Midtown Manhattan where Tony Schwartz lived. The material on this record was selected from thousands of recordings, dating back to 1952. It was during this time that Tony Schwartz extensively taped the exotic sounds of blind street musician Moondog, which resulted in the seven-inch EP, Moondog on the Streets of New York (Mars MREP A-2).”

“‘Moondog on the Streets of New York’ is the second presentation in a series of on-the-streets recordings made as a part of the project in New York 19. While working on this project of recording the folk expressions of the community of which I live, I recorded many street musicians of whom Moondog was the most unique. Moondog, born in 1917, is a blind street musician who was born in Kansas and raised in Indian country in Wyoming. He was influenced by both Oriental and Occidental music. Snake time is the name he has given to the type of music he writes and plays. It is blending of primitive and classical elements.
Moondog came to New York in 1943 to establish himself as a composer. He designs, makes and writes music for many of the instruments he plays. The Oo, Utsu and Uni are introduced in this record. Suzuko, Moondog’s wife, who has transcribed much of his music, sings and accompanies him in several of these selections. I have selected the music on this record from the many on location recordings I have made of Moondog his arrival in New York.” (Tony Schwartz)

Selten gehörte Musik|Musikprogramm von Thomas Andre

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

“Selten gehörte Musik” hieß eine akustische Performance von Oswald Wiener 1974, die jenseits der bekannten musikalischen Formen eine “größere Beweglichkeit des Verstandes” ermöglichen sollte. Das von Thomas Andre zusammengestellte Programm stellt Musikdokumente aus dem Zeitraum von 1953 bis 2008 vor, die unterschiedliche Vorstellung solch einer von allen Begriffen befreiten Kunst hörbar machen. Das Programm umfasst Musik von Mary Lou Williams, Don Cherry, Judy Henske, Moondog, Ursula Bogner, Zeit, The Space Lady, Barton Smith, Scott Tuma und anderen.

Die Musik wird auf Nachfrage gespielt. Die Bar hat geöffnet und bietet Edelbrände der Brennerei Stählemühle am Bodensee an.

Thomas Andre lebt in Berlin, er sammelt und erforscht Musik.

 

Programm:

Mary Lou Williams: Black Christ of the Andes (1964)
“Calling this album mainstream is a bit misleading, since it includes four pieces of choral/sacred music and one avant-garde cut. In a way, it’s the perfect mirror of where Mary Lou Williams was in the early 1960s, coming out of a nearly ten year absence from performance. At the beginning of that period she had devoted herself solely to religion and charitable work. Jazz-loving priests within the Catholic church convinced her to convey her religious feelings through what she did best: performing, composing, and arranging. Here we have some of the beautiful results.”

http://www.allaboutjazz.com/php/article.php?id=14734

Don Cherry: Brown Rice (1974)
“There is joy laced with confidence in this music, and sadness, or pathos, that is as much connected to the Blues as it is to the huge yearning of that sound in Eastern music… Throughout the record, one can hear the melding of Third World music and mysticism with Western instruments.” (From Stanley Crouch’s original liner notes to Brown Rice)

http://www.musthear.com/music/reviews/don-cherry/brown-rice/

Judy Henske & Jerry Yester: Farewell Aldebaran (1969)
“This is one of those legendary lost records that ‘everyone’ talks about, where after you finally hear it, you have even less of an idea of what it is than before. Brutally aggressive when it’s not being elegantly folksy or bubblegummy, turning decadent, satirical, apocalyptic, histrionic and demonic, these young marrieds – folk-blues goddess and an ace journeyman with ties to the Spoonful and TMFQ – created a truly unpredictable mélange of pop, antipop, subpop and artifice. With so many disparate facets, the whole of Farewell Aldebaran (1969, Straight Records) can only appeal to the openest of minds, but odds are at least one part of it will blow all of yours.”

http://lostinthegrooves.blogspot.com/2006/02/judy-henske-jerry-yester-farewell.html

Ursula Bogner: Recordings 1968-1988 (2008)
“A message from the afterlife. Don’t worry! Electronic Beats won’t get esoterical. But a quite mysterious discovery was made recently which you should know about. During a flight to Vilnius the Berlin-based DJ / producer Jan Jelinek met Sebastian Bogner, son of the 1994 deceased pharmacist Ursula Bogner. After the usual small talk they started talking about Sebastian’s mother who used to experience with synthesizer. Family and friends discounted these experiments as another eccentric hobby of her. Therefore, these tracks haven’t appeared outside her studio until now.

However, Sebastian provided Jan with the tapes his mother recorded between 1968 and 1988. A selection of her work – which sounds pretty contemporary and could easily have been credited as influence for Kraftwerk and Detroit Techno – if just anybody had known it! – will be released on Jelinek’s brand new label Faitiche on October 24. A unique message from the afterlife.”

http://www.electronicbeats.com/News/Music/Undiscovered-music-on-Jan-Jelinek-s-new-label-Faitiche

Zeit: Un Giorno in una Piazza Mediterranea (1979)
“A group based in Florence, active between 1979 and 1981, they tried as others to mix traditional folk tunes with typical mediterranean and eastern-flavoured atmospheres. Their albums are close to the “world music” experiments made in the same period by Mauro Pagani.”

http://mutant-sounds.blogspot.com/2008/10/zeit-un-giorno-in-una-piazza-del.html

Scott Tuma: Not For Nobody (2008)
“For those who’ve heard Scott Tuma’s first two solo albums, the opening seconds of Not For Nobody hold a few surprises: the fact that the album features Tuma actually singing for the first time in his solo career is surprise enough, but also is the realization that the vocals are pitched up and Tuma sounds like a damn munchkin. Usually this sort of tape trick is good for giggles and ‘Oh hey, weird’ responses, but the biggest shocker in the first 15 seconds is that, after the initial jolt – when the lyrics are attended to, when the glints of guitar and reverbed sounds of a car starting are assessed, when we all settle down – his voice is incredibly unsettling and saddening.”

http://tinymixtapes.com/Scott-Tuma
http://www.digitalisindustries.com/ace010.html

Barton Smith: Reelizations 1 + 2 (1980-1982)
“Bedroom electronics from a relatively unknown experimental composer on Folkways circa 1980. While there are a few acoustic guitar-only tracks, the majority of the record contains a wide selection of instruments, ranging from heavily processed synthesizers to Roland drum machines, zithers and brake drums. This track premiered March of 1980 in Los Angeles, California in the Institute of Dance and Experimental Art. The notes go on to explain that no matter how frantic things may appear on the surface, there is always some type of order and form.”

http://waxidermy.com/2006/10/26/barton-smith-reelizations/

The Space Lady: Recorded live in San Francisco (1990)
“The Space Lady is San Francisco’s most enchanting street musician. Whether on keyboard or accordion, her music stops sidewalk traffic even in this multi-task town. She usually performs wearing a steel helmet with angel wings, making her easy to recognize but belying the credibility of her haunting vocal interpretations of well known songs. Mister SF always requests Time After Time or Spanish Harlem. A San Francisco favorite is Over the Rainbow. The Space Lady, whose real name is Susan Dietrich, made only one recording for sale. It featured Susan performing live on Casio with effects.”

http://www.stagepassnews.com/articles/spacelady.html

Cloud One: Atmoshere Strut (1976)
“Since the disco underground communicated through the 12″ format, containing A-sides and B-sides that almost always surpassed the several-minute mark, full-length albums were a rarity. Cloud One’s Atmoshere Strut is one exception to the rule. As with the remainder of Cloud One’s material, each song on this LP was produced and arranged by Patrick Adams, a remarkably prolific cult legend whose name should be just as instantly recognized in dance music circles as Giorgio Moroder and Arthur Baker. Not only was Adams an incredibly talented figure behind the boards (and a label operator on top), but he also revolutionized synth playing – no one before, during, or since has played the synthesizer like him. Atmoshere Strut is one of several testaments to these facts, containing a handful of classic disco cuts that remain in DJ crates decades after being recorded. ‘Atmoshere Strut’ and ‘Disco Juice’ have the highest profile of these six songs. Both are euphoric but completely distinct from one another. ‘Atmoshere Strut’ is a nine-minute drift carried by a light, winding groove; a repeated refrain of ‘We’re gonna fly, fly away’; crazy synth squiggles; human handclaps; and incidental exclamations of delight. ‘Disco Juice’ is downright colossal; with its humid, nocturnal feel; shimmering strings; taut bassline; and a dazed, wordless refrain, it practically forces anyone within earshot to involuntarily twirl in a state of bliss. The delirious ‘Spaced Out’ the smooth/easy ‘Dust to Dust’ and the jubilant closer ‘Doin’ It All Night Long’ put a cap on this brilliant album.” (Andy Kellman, All Music Guide)

http://www.insound.com/Cloud_One_Atmosphere_Strut_%5BP&P%5D_CD/productmain/p/HTL66103.2/

Metabolist: Hansten Klork (1980)
“Metabolist were a short-lived UK experimental group forming in January 1977, consisting of Malcolm Lane (guitar, synth, vocals), Simon Millward (bass, vocals, synth) and Mark Rowlatt (percussion), with Jacqueline Bailey dedicated to cover designs. Within the UK press their sound was roughly lumped alongside several other UK experimentalists, The Pop Group, Cabaret Voltaire, Throbbing Gristle & This Heat. While tied to many preconceived conceptions, ‘a poor mans This Heat’ comes as a classic example; the group procured a different sound upon each release. Asides from British counterparts, the band also claimed influences from Can, Gong and Magma.Early on, Metabolist came to the executive decision to steer clear of capital record labels, forming Drömm Records. Each member took an active responsibility in recording, mixing and editing; giving freedom to ideas, time, and money. In their short career Metabolist only release one full-length LP.”

http://www.progarchives.com/artist.asp?id=3030

Agnes Baltsa: Songs My Country Taught Me (1986)
“Theodorakis, Hadjidakis, Xarhakos, Songs My Country Taught Me, Agnes Baltsa, Athens Experimental Orchestra, Stavros Xarhakos”

“Baltsa’s singing – clean, clear, cultivated, and free, with a bewitching sound – is world class.” (Opus/USA, 1 December 1987)

“Singing in her native tongue Baltsa phrases and projects the words with the subtlety and boldness only possible with total familiarity and understanding. No operatic popmosities here, but the sureness and strength of a trained voice doing full justice to a collection of infectiously melodic songs, ranging from the dreamily sensual to the playfully rugged, which seem to have an element of the operatic in them. The convincing arrangements by Xarhakos mostly use plucked instruments for the essential Greek sound [...]. At least we have one opera star who can let her hair down without becoming simply dishevelled.” (Hi-Fi News/UK, 1 March 1987)

“Der Vortrag der Mezzosoranistin ist von einer Leichtigkeit, als seien die Lieder der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Griechenlands ihre Domäne. Statt Opernposen begegnen sängerische Tugenden wie einwandfreie Intonation, klare Diktion und wohldosierte Emotionaliät. Das erleichtert es dem Hörer, sich auf die vom Zeitgeschehen unabhängige Qualität der Werke zu konzentrieren.” (Stereo/Germany, 1. März 1987)

“… eine Aufnahme voller musikalischer und interpretatorischer Reize. Denn Agnes Baltsa singt die hier versammelten Lieder der Klage, der sanft aufbrechenden Liebe und des unerlässlichen Abschieds, des Widerstandes wie der Todesbotschaften mit einem anrührenden, aber gänzlich unsentimentalem Pathos und mit einem enormen, durch lange Opernerfahrung sensibilisiertem Feingefühl, die diesen Erfindungen zwischen hehrer Kunst und populärer Unterhaltung erst die rechte Durchschlagskraft gibt.” (Die Welt/Germany, 23. Januar 1987)

http://agnesbaltsa.homestead.com/From_Greece_with_Love.html

Moondog: On the Streets of New York (1953)
“An audio study of New York 19, a postal zone in Midtown Manhattan where Tony Schwartz lived. The material on this record was selected from thousands of recordings, dating back to 1952. It was during this time that Tony Schwartz extensively taped the exotic sounds of blind street musician Moondog, which resulted in the seven-inch EP, Moondog on the Streets of New York (Mars MREP A-2).”

“‘Moondog on the Streets of New York’ is the second presentation in a series of on-the-streets recordings made as a part of the project in New York 19. While working on this project of recording the folk expressions of the community of which I live, I recorded many street musicians of whom Moondog was the most unique. Moondog, born in 1917, is a blind street musician who was born in Kansas and raised in Indian country in Wyoming. He was influenced by both Oriental and Occidental music. Snake time is the name he has given to the type of music he writes and plays. It is blending of primitive and classical elements.
Moondog came to New York in 1943 to establish himself as a composer. He designs, makes and writes music for many of the instruments he plays. The Oo, Utsu and Uni are introduced in this record. Suzuko, Moondog’s wife, who has transcribed much of his music, sings and accompanies him in several of these selections. I have selected the music on this record from the many on location recordings I have made of Moondog his arrival in New York.” (Tony Schwartz)

Lowndes County: Prologue|Performance von Jeremiah Day

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

Die Performance von Jeremiah Day rekonstruiert die frühe Geschichte der Black Panther Party im Lowndes County. Ausgehend von einigen Fotografien erzählt der Künstler die historischen Ereignisse und erprobt ihren Bezug auf die Gegenwart. Day ringt auf fast physische Weise mit dem historischen Vergessen und bildet Lowndes County als einen Ort voller Bedeutungen ab, an dem sich lokale Geschichte und globale Veränderungen überschneiden.

“Lowndes County: Prologue” ist der erste Teil eines fortlaufenden Projektes von Jeremiah Day über die Bürgerrechtsorganisation Lowndes County Freedom Organization aus Alabama, die zur ersten Black Panther Party wurde.

Jeremiah Day, geboren 1974, lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam. Er war Stipendiat der Rijksacademie in Amsterdam und hatte Einzelausstellungen im Project Arts Centre Dublin, bei Ellen de Bruijne Projects in Amsterdam und Arcade Fine Arts, London. “Lowndes County: Prologue” war zuletzt in der Ausstellung “Heartland” im Van-Abbe-Museum in Eindhoven zu sehen.

 

Out Window and About|Performance von Yorgos Sapountzis

Dienstag, September 16th, 2008

Yorgos Sapountzis zeigte im Künstlerhaus Stuttgart eine neue Performance. Mit bunten Stoffen und anderen improvisierten Materialien realisiert er eine kurzfristige poetische Intervention in den Alltag, die Fassade und Umgebung des Künstlerhauses miteinbezieht. Die Arbeiten des Künstlers bewegen sich zwischen abstrakter Formensprache und verschiedenen Traditionen der Strassenkunst, sie beinhalten Video, theatralische Inszenierung und elektronischer Musik. Die Performance wurde von Yorgos Sapountzis zum Abschluss der Ausstellung “Soziale Diagramme. Planning Reconsidered” konzipiert

Yorgos Sapountzis war zuletzt an der Athen-Biennale und in diesem Jahr an Art Basel Statements beteiligt.

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Yorgos Sapountzis: Out Window and About (Poster)

Yorgos Sapountzis: Out Window and About (Poster)

Yorgos Sapountzis: Out Window and About

Yorgos Sapountzis: Out Window and About

Yorgos Sapountzis: Out Window and About

Yorgos Sapountzis: Out Window and About

Polish School of Experimental Animation|Filmprogramm

Dienstag, September 2nd, 2008

Das Filmprogramm stellt einige bedeutende Werke aus der Geschichte und Gegenwart des polnischen Animationsfilms vor und beleuchtet so den Kontext des filmischen Werkes von Julian Antonisz, das in der Ausstellung “Der Nutzen jedes Sonnenstrahls” im Künstlerhaus vorgestellt wird.

Der polnische Animationsfilm zählt – neben den Regisseuren Wajda und Kieślowski, dem polnischen Plakatdesign, dem Theater von Grotowski und Kantor sowie einigen mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Autoren – in den letzten drei Jahrzehnten zu den sichtbarsten Elementen der polnischen Kultur. Obwohl bereits lange vor dem zweiten Weltkrieg Animationen und Experimentalfilme in Polen hergestellt wurden, begann die Goldene Ära des polnischen Animationsfilms in den späten 1950er Jahren. Herausragend waren dabei die ersten Filme zweier Grafikdesigner, Jan Lenica und Walerian Borowczyk. Mit den Filmen von Kazimierz Urbański, Witold Giersz, Daniel Szczechura und Mirosław Kijowicz entwickelte sich eine eigenständige Polnische Schule des Animationsfilmes, die sich durch hochwertige grafische Gestaltung und politische Inhalte auszeichnete. Etwa ein Jahrzehnt später gründete Urbański und eine Gruppe seiner Studierenden von der Kunstakademie ein revolutionäres Studio für Animationsfilm in Krakau, aus dem eine Vielzahl formal höchst innovativer Filme hervorging, etwa von Ryszard Czekała, Julian Antonisz und Jerzy Kucia. 1983 gewann Zbigniew “Zbig” Rybczyński den ersten Oscar für Polen mit seinem animierten Kurzfilm “Tango”.

Heutzutage ist der polnische Animationsfilm von einer Vielzahl individueller Herangehensweisen gekennzeichnet. Einige jüngere Filmemacher scheinen jedoch die absurde Stimmung der Filme von Julian Antonisz und seine freie Handschrift fortzusetzen, darunter Mariusz Wiczyński, Janek Koza, und Wojtek Bąkowski.

Das Filmprogramm wurde von Marcin Giżycki (Rhode Island School of Design, Providence, USA) zusammengestellt. Er wird eine Einführung in das Filmprogramm geben (in englischer Sprache).

Programm:
Oko i ucho (Das Auge und das Ohr, R: Themersonowie, 1944/45, 11′)
Dom, 1958 (Haus, R: Lenica/Borowczyk, 1958, 11′)
Sztandar Młodych (Das Banner der Jugend, R: Lenica & Borowczyk, 1957, 2′)
Labirynt (Labyrinth, R: Lenica, 1961, 14′)
Czerwone i Czarne (Rot und schwarz, R: Giersz, 6’24″)
Fotel (Der Stuhl, R: Szczechura, 1963, 5’30″)
Słodkie Rytmy (Süsse Rythmen, R: Urbański, 1965, 6’30″)
Wszystko Jest Liczbą (Alles ist eine Nummer, R: Schabenbeck, 1966, 8′)
Apel (Der Appell, R: Czekała, 1970, 7′)
Refleksy (Reflektionen, R: Kucia, 1979, 6’30″)
Tango (Tango, R: Rybczyński, 1980, 8′)
Śmierć Na 5 (Tod erster Klasse, R: Wilczyński, 2002, 3’40″)
Kundelku Ujadaj, Perełko Rob Piekło (Belle, du Bastard, schlag Höllenlärm, meine Perle, R: Bąkowski 3’53″)

Marcin Giżycki ist Kunsthistoriker und Filmhistoriker. Er lehrt an der Rhode Island School of Design in Providence, USA und ist künstlerischer Leiter des Internationalen Festivals für Animationsfilm in Poznan.

Ulm – Stuttgart. Entwurfs- und Planungstheorie seit den 1960er Jahren|Vortrag von Wolf Reuter

Samstag, August 30th, 2008

In den dynamischen 1960er und 1970er Jahren entwickelte sich eine Wissenschaft vom Entwerfen in Architektur und Stadtplanung. Ihre Schwerpunkte lagen im deutschsprachigen Raum an der HfG Ulm und der Universität Stuttgart, an denen der ursprünglich als Mathematiker ausgebildete Planungstheoretiker Horst Rittel lehrte. Der Vortrag diskutiert die wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung seiner theoretischen Ansätze.

Wolf Reuter studierte Architektur in Braunschweig, Stuttgart und Berkeley, arbeitete 1972-82 mit der Studiengruppe für Systemforschung in Heidelberg und ist seit 1998 Professor am Institut für Wohnen und Entwerfen der Universität Stuttgart.

Projektgruppe Kommunikationsforschung (Universität Stuttgart): Die Stadt sind Wir|Vortrag mit Claus Dreyer, Andreas Strunk, Ulrich Bernhardt

Samstag, August 30th, 2008

“Demokratisierung der Stadtplanung durch operablen Medieneinsatz” war das Thema von vier zwischen 1972 und 1974 gedrehten Videofilmen. Mit Unterstützung der Stiftung Volkswagenwerk sollten Lehrbausteine, Vertiefungsmaterialien und Filme für einen “Grundkurs Kommunikationstechnik für die Architekten- und Planerausbildung” entwickelt werden, die für ein damals geplantes bundesweit das Fernsehen als Medium nutzendes Fernstudium Modellcharakter haben sollten. Die von der damaligen gesellschaftlichen Aufbruchsstimmung erfasste “Projektgruppe Kommunikationsforschung” an der Universität Stuttgart, Fakultät für Architektur und Stadtplanung verknüpfte dabei wissenschaftliche, didaktische, künstlerische, medienpraktische und nicht zuletzt politische Inhalte. Die Filme wurden in der Ausstellung “Soziale Diagramme. Planning Reconsiderd” zum ersten Mal seit 1975 wieder gezeigt. In der Veranstaltung stellten die Mitglieder der damaligen Projektgruppe das Projekt vor und diskutierten es im Hinblick auf seine gegenwärtige Bedeutung.

Conceptual and Postconceptual Art in Eastern Europe|Vortrag von Miško Šuvakovic

Mittwoch, August 27th, 2008

Der Vortrag diskutiert Unterschiede zwischen der konzeptuellen und postkonzeptuellen Kunst in Osteuropa (Serbien, Kroatien, Slowenien, Polen, Ungarn, Tschechien, Ukraine und Russland). Ausgangspunkt sind dabei die weitreichenden Umwälzungen in Gesellschaft und Kunst vor und nach dem Fall der Berliner Mauer 1989. Der Vortrag vergleicht die künstlerische Produktion konzeptueller Strategien in der konzeptuellen Kunst der 1970er Jahre und künstlerische Arbeitsformen in des Neokonzeptualismus und der postsozialistischen Kunst nach 1989. Die historische Epoche nach 1989 ist durch einen Umbruch von der sozialen und kulturellen Pluralität der Postmoderne hin zur Globalisierung und der Neustrukturierung der sozialen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen dem Globalen und dem Lokalen. Diese Umstrukturierungsprozesse sind in der Kunst durch einen fundamentalen Wandel der Medien künstlerischer Darstellung gekennzeichnet. Die bekanntesten Werke dieser Epoche sind nicht mehr Malerie oder Skulptur, sondern entstammen den neuen konzeptuellen, performativen und medienkünstlerischen Praktiken. Diese Kunst scheint nicht mehr auf ihre Autonomie bedacht zu sein, sondern vielmehr an kritischen, subversiven und aktivistischen Arbeitsformen und Interventionen in kulturelle und soziale Kontexten interessiert zu sein. Künstler werden zu spezialisierten “Kunstaktivisten”.

Ein zynischer Ästhet könnte die Position auflösen, indem er nachweist, dass es keine Kunst ohne deren Autonomie in der Gesellschaft gäbe, da jede Autonomie der Kunst ein politisches Regime darstellt. Dies ist ein Paradox, mit dem die zeitgenössische Kunst und Kunsttheorie sich auseinandersetzen muss.

Miško Šuvaković wurde 1954 in Belgrad geboren und lehrt dort an der Hochschule der Künste. Er war Mitgründer der konzeptuellen Künstlergruppierung 143, die von 1975 bis 1980 existierte.

Unberechenbarkeit nach Plan. Der Computer als Co-Autor der Informationsästhetik|Vortrag von Ingeborg M. Rocker

Sonntag, August 24th, 2008

Der Vortrag der Architektin und Architekturhistorikerin Ingeborg M. Rocker (Cambridge, Mass.) widmet sich den Spielarten der Informationsästhetik. Für Max Bense, aber auch die stochastische Poesie von Theo Lutz, die Architekturanalysen Manfred Kiemles und die Computergraphiken von Frieder Nake und Georg Nees bedeutete die Informationstheorie nicht einfach einen theoretischer Überbau, sondern eine konkrete Methode zur Analyse und Synthese ästhetischer Strukturen.

Die Beschäftigung mit der Informationstheorie ist bei Bense konzeptionell aufs engste mit dem Aufkommen digitaler Medien verknüpft. Mit ihr wurden neue – alle Disziplinen verbindende – Handlungsweisen erforderlich: Programmen und nicht Artefakten galt nun alle Aufmerksamkeit. Erst im letzten Übersetzungsschritt wird aus dem Wechselspiel der 0 und 1 Text, Graphik oder Musik. Hatte Walter Benjamin noch von der Kunst im Zeitalter ihrer Reproduzierbarkeit gesprochen, geht es Bense bereits um mehr: nicht um Kunst, sondern um Ästhetik und damit um physische wie auch perzeptive Realisierungen im Zeitalter der Information – und letztendlich – im Zeitalter der Digitalisierung.

Ingeborg M. Rocker ist Architektin und Assistant Professor an der Graduate School of Design, Harvard University in Cambridge, Mass. Ihre theoretische Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Medien auf die Wahrnehmung, die Gestaltung und die Vorstellung von Architektur. Zu ihren Publikationen zählen “When Code Matters”, in: Architectural Design Nr. 76, 2006 und “Berechneter Zufall. Max Benses Informationsästhetik”, in: Kulturtechnik Entwerfen. Praktiken, Konzepte und Medien in Architektur und Design Science, hrsg. von Daniel Gethmann und Susanne Hauser, Bielefeld 2008.

In der Wüste der Moderne. Koloniale Planung und danach|Vortrag von Marion von Osten

Sonntag, August 24th, 2008

Das Ausstellungsprojekt “In der Wüste der Moderne”, das 2008 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stattfindet, stellt die wenig bekannten Wechselwirkungen vor, die in Nordafrika und Westeuropa entwickelte Architekturen und Planungen in den 1950er und 1960er Jahren hatten. So wanderte einerseits die Massenbauweise für “die große Zahl” in der Zeit der Dekolonisierung an die Stadtränder der westlichen Industrienationen. Andererseits verunsicherte der Aufenthalt europäischer Architekten in Nordafrika in der Zeit der anti-kolonialen Befreiungsbewegung die technokratischen Planungsgewissheiten der westlichen Moderne nachhaltig.

In der Ausstellung werden Dokumente und Projekte u.a. von Victor Bodiansky, Georges Candilis, Michel Écochard, Pierre Emery, Le Corbusier, Alison & Peter Smithson und Shadrach Woods zu sehen sein. Das Projekt wird von Marion von Osten gemeinsam mit den Architekturhistorikern Tom Avermaete (Antwerpen/Delft), Daniel Weiss (Zürich) und dem Soziologen Serhat Karakayali (Berlin) realisiert.

Marion von Osten ist Künstlerin und Kuratorin, seit 2006 Professorin an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Von 1996-98 war sie Kuratorin an der Shedhalle Zürich und von 2003-2005 künstlerische Leiterin des “Projekts Migration” in Köln. Zu ihren Publikationen zählen “Norm der Abweichung”, Wien 2003 sowie “Das Phantom sucht seinen Mörder. Ein Reader zur Kulturalisierung der Ökonomie”, (hrsg. zusammen mit Justin Hoffmann), Berlin 1999.