ACT – Art/Culture/Technology
Vortrag von Ute Meta Bauer

12. Januar 2010

Künstlerische Forschung und transdisziplinäre Zusammenarbeit am MIT

Der ungarische Künstler Gyorgy Kepes, Gründungsdirektor des Center for Advanced Visual Studies (CAVS) am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge/USA, propagierte “art on a civic scale”. Seine disziplinübergreifende Publikationsreihe “Vision and Value” beeinflusste nicht nur andere KünstlerInnen, sondern hinterließ einen starken Eindruck bei WissenschaftlerInnen weit über das Wirkungsfeld des MIT hinaus. Das CAVS wurde zum Epizentrum von KünstlerInnen, die an einem wissenschaftlichen und forschungsorientierten Umfeld interessiert waren. Kepes und in seiner Nachfolge Otto Piene, Mitglied der Gruppe ZERO, fokussierten am CAVS die gegenseitige Beeinflussung von Kunst, Wissenschaft und Forschung.

Wie stehen wir heute zu solchen Kooperationen? Was verstehen wir unter künstlerischer Forschung? Wird Kunst dadurch instrumentalisiert? Auf welche Art und Weise kann sich Kunst heute in die Gestaltung von Gesellschaft einmischen bzw. einbringen? In ihrem Vortrag wird Ute Meta Bauer über diese Fragen ebenso sprechen wie über die Bemühungen am MIT, künstlerische Forschung und Lehre wieder zusammenzuführen.

Ute Meta Bauer, von 1990 bis 1994 Künstlerische Leiterin des Künstlerhaus Stuttgart, leitet seit 2005 als Associate Professorin das MIT Visual Art Program. Seit 2009 ist sie Gründungsdirektorin von ACT – Program in Art, Culture and Technology am MIT.

Eine Veranstaltung des Kunstbüros Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Künstlerhaus Stuttgart.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet um 20 Uhr in der Galerie Klaus Gerrit Friese ein Gespräch der Reihe “Über Kunst” der Stuttgarter Nachrichten zwischen Ute Meta Bauer und Nikolai B. Forstbauer statt.

www.galeriefriese.de